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Datengestützte (digitale) Qualitätsentwicklung in der frühen Bildung

DigitalisierungUnikumQualität

Wie kann Qualität in Kitas sichtbar, nutzbar und weiter entwickelt werden? Ein Blick in das aktuelle Gutachten der Ständigen Wissenschaftlichen Kommission (SWK) zeigt: Daten spielen dabei eine zentrale Rolle.

In unserer Blogreihe zur digitalen Transformation in Kitas haben wir bereits dessen Grundlagen und Bedeutung beleuchtet, sowie unseren Fokus auf die dabei wichtige Rolle der pädagogischen Fachkräfte gesetzt.

In diesem Artikel geht es nun um die Qualitätsentwicklung in der frühen Bildung, die mit Hilfe von Daten digital zugänglich und damit sicht- und nutzbar für Kitateams, Leitungen und vor allem Träger ist.

Ein Blick ins SWK-Gutachten

Im Mittelpunkt steht das Gutachten
„Datengestützte Entwicklung und Steuerung in Schulen und frühkindlicher Bildung“.

Was zunächst theoretisch klingt, hat konkrete Auswirkungen auf den Kita-Alltag. Besonders spannend ist für uns Kapitel 6, welches sich voll und ganz auf die datengestützte Qualitätsentwicklung in der Frühen Bildung konzentriert. Wir haben das Gutachten für euch gelesen und erklären in einfacher Sprache, was die Forschung fordert – und warum ihr mit Unikum im Vergleich zu anderen Plattformen bestens für diese Transformation aufgestellt seid.


Daten sind da – werden aber zu wenig genutzt

Die SWK stellt in ihrer Situationsanalyse fest, dass in der frühkindlichen Bildung zwar viel beobachtet und dokumentiert wird (z.B. in Portfolios), diese Daten aber meist zu selten für die systematische Anpassung pädagogischer Angebote genutzt werden.

Die Kommission fordert daher verbindlich, dass Entwicklungsstandsdaten genutzt werden müssen, um individuelle Bildungs- und Förderangebote passgenau zu planen.
Weiterhin wird eines deutlich: Daten sind vorhanden, aber ihre Nutzung scheitert oft an Zuständigkeiten, fehlender Abstimmung oder eingeschränkten Auswertungsmöglichkeiten.

Genauer lautet dies im Gutachten:

„Auf der Systemebene von Bund, Ländern und Kommunen liegen mit der Kinder- und Jugendhilfestatistik sowie den laufenden Erhebungen des Deutschen Jugendinstituts reichhaltige Datensätze vor. Diese sind jedoch bislang nur unzureichend aufeinander abgestimmt, sodass ihr Analysepotenzial nicht voll ausgeschöpft werden kann. Darüber hinaus sind notwendige lokale und regionale Analysen der Herausforderungslagen aufgrund von Datenschutzbestimmungen bislang nicht vollumfänglich möglich. Daten aus Entwicklungsstandserhebungen haben ein zusätzliches Potenzial für die Identifikation von Einrichtungen mit besonderen Unterstützungs- und Entwicklungsbedarfen, das weiterentwickelt werden sollte. Verlässliche Daten schaffen eine Grundlage dafür, politische Initiativen zur Qualitätsverbesserung und die Ressourcenzuweisung auf Landes- und kommunaler Ebene passgenau auf die identifizierten Bedarfe abzustimmen.”

Der Kern des Gutachtens: Vom bloßen Beobachten zum gezielten Handeln

Die SWK-Experten stellen fest: Dokumentation allein reicht nicht aus.

In den Kitas wird heute schon viel beobachtet und dokumentiert, doch diese Daten werden im Alltag noch zu wenig genutzt, um:

  • pädagogische Bildungs- und Förderangebote individuell zu planen.
  • den Übergang in die Grundschule reibungslos zu gestalten.
  • Qualität gezielt weiterzuentwickeln.

Die Forderung ist klar: Entwicklungsdaten dürfen nicht einfach in Aktenordnern verschwinden, sondern müssen aktiv für die Qualitätsentwicklung auf Organisations- und Einrichtungsebene genutzt werden.

„Jede Kita, jedes Team und jeder Träger sind einzigartig, haben ihre eigene Qualitäts-DNA – genau das macht den Vergleich von Qualitätsdaten herausfordernd. Unterschiedliche Verfahren und Strukturen erschweren es, Qualität zuverlässig gegenüberzustellen. Kitaqualität ist kein starres Gebilde. Sie ist lebendig – wie ein Molekül, das in ständiger Bewegung ist.“

Die Herausforderungen im Kita-Alltag

Die SWK benennt mehrere Gründe, warum das bisher nur eingeschränkt gelingt:

  • Viele unterschiedliche Dokumentationssystemes
  • Hoher Zeitaufwand für Fachkräfte
  • Unterschiedliche Qualität der eingesetzten Instrumente
  • Geringe Vergleichbarkeit zwischen Einrichtungen
  • Wenig Transparenz für Eltern und Träger

Im Gutachten heißt es dazu:

„Zur Dokumentation der pädagogischen Arbeit, der Interessen und Motivationen sowie der Entwicklung der Kinder und Sprachstandserhebungen werden in den Kindertageseinrichtungen eine Vielzahl von Systemen und Instrumenten eingesetzt. Wissenschaftliche Expertisen verweisen vielfach auf deren mangelnde Güte. Darüber hinaus sind sie für die Fachkräfte mit hohem Fortbildungsbedarf und bei der Durchführung mit hohem Zeitaufwand verbunden. Es besteht entsprechend großer Bedarf an einer Validierung und Verschlankung der Instrumente zur Erfassung und Dokumentation der pädagogischen Arbeit und Qualität sowie der kindlichen Entwicklungsstände. Mit Blick auf die pädagogische Qualität besteht auch Bedarf an einer größeren Transparenz der Ergebnisse für und ihrer Nutzung durch Eltern, Träger u. a. m.”

Wir fassen es kurz:

Es sind allgemein weniger, bessere und verständlichere Systeme nötig. Systeme, die im Kita-Alltag wirklich unterstützen. Um Qualität zu sichern und um Fachkräfte zu entlasten.


Hier positionieren wir uns bei Unikum bewusst anders und viel ganzheitlicher

Während andere Plattformen oft dafür genutzt werden, spezifische, punktuelle Checklisten oder Bögen digital abzubilden, steht bei Unikum die Entwicklung jedes einzigartigen Kindes im Mittelpunkt.

Unikum ist mehr als nur eine Kita-App. Bei uns bekommt jedes Kind seinen eigenen digitalen Bildungsrucksack, in dem alles Wichtige an einem Ort gesammelt wird: Beobachtungen, Dokumentationen, Lernprozesse und Entwicklungsverläufe.

Anstatt nur Defizite abzutesten, machen wir eure hochprofessionelle pädagogische Arbeit in ihrer ganzen Breite sichtbar.

Digitale Tools, wie Unikum und die Ergänzung mit Unikum Qualität helfen dabei, Daten strukturiert zu erfassen, auszuwerten und in den Alltag zu integrieren – auch in Echtzeit.



Wie Unikum die Forderungen der SWK in die Praxis umsetzt

Das Gutachten fordert unter anderem nutzerfreundliche Instrumente, um Qualität systematisch zu entwickeln. Genau hier setzen wir mit unseren Tools an:

  1. Die lebendige Lehrplanung: Die SWK wünscht sich, dass pädagogische Arbeit präzise mit Bildungszielen verknüpft wird. 
  • Mit Unikum arbeitet ihr direkt mit dem Bildungsplan eures Bundeslandes. Ihr könnt Lernlogs und Pläne ganz einfach mit den entsprechenden Bildungsbereichen verknüpfen und erhaltet sofort einen guten Überblick über eure pädagogischen Prozesse. Das nennen wir eine lebendige Lehrplanung („Levande läroplan“ im Schwedischen).
  1. Sehen, verstehen und verbessern: 
  • Für die Qualitätsentwicklung auf Träger- und Leitungsebene bietet Unikum Qualität Einblicke in Echtzeit. Das Tool bereitet komplexe Daten visuell auf, damit ihr eure Qualitätsentwicklung gemeinsam analysieren und die Bedürfnisse jedes Kindes erkennen könnt. Das Motto lautet: Sehend, verstehend und verbessernd agieren – mit Daten und KI.
  1. Eine durchgehende Lernreise: Die Experten der SWK kritisieren den oft holprigen Übergang von der Kita in die Grundschule. 
  • Unikum ist so konzipiert, dass es Zusammenhänge über die gesamte Lernreise hinweg sichtbar macht. Durch unser weiteres Tool, Unikum Archiv, kann der digitale Bildungsrucksack auf Wunsch in die nächste Einrichtung mitgenommen werden.
  1. Wissenstransfer im Team: Die SWK betont, dass Kitas voneinander lernen sollten. 
  • Mit Unikum Share können pädagogische Fachkräfte Pläne und Materialien einrichtungsübergreifend austauschen, sich inspirieren lassen und von den Erfahrungen anderer profitieren. Gleichfalls können sie in Unikum Qualität von den Entwicklungen anderer Einrichtungen des Trägers profitieren und voneinander lernen.
  1. Echte Erziehungspartnerschaft: Eine weitere Kernforderung des Gutachtens ist die Einbindung der Eltern. 
  • Über unsere datenschutzkonforme Unikum Family App kommuniziert ihr ganz einfach mit den Eltern, teilt einzigartige Bildungsmomente und nehmt die Familien mit auf die Lernreise ihres Kindes. Keine Blackbox mehr – sondern eine transparente, datengestützte Erziehungspartnerschaft.

Fazit: Qualität aus der Kinderperspektive

Das SWK-Gutachten ist ein Weckruf für die frühe Bildung: Weg von starrer Zettelwirtschaft, hin zu einer lebendigen, digitalen Qualitätsentwicklung.

Mit Unikum entscheidet ihr euch für ein System, das seit 2005 als eines der meistgenutzten Kita-Tools Skandinaviens bewährt ist. Wir unterstützen euch dabei, euren Alltag zu entlasten, damit wieder mehr Zeit für das Wesentliche bleibt: jedes einzigartige Kind.


Seid ihr bereit für die Qualitätsentwicklung der Zukunft?

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