Stimmen aus der Praxis: Was bedeutet Kitaqualität für dich?
Diese Frage haben wir letztes Jahr vielen pädagogischen Fachkräften, Kitaleitungen und Trägern u. a. auf dem DKLK in Berlin gestellt. Nach den tollen Gesprächen kamen die Antworten meist ziemlich schnell und sie könnten ehrlicher und aussagekräftiger kaum sein. Denn sie zeigen sehr deutlich, was sich Menschen im Kita-Alltag wünschen. Sie zeigen, was sie bewegt und was sie brauchen, um gute pädagogische Arbeit leisten zu können.
Die Ergebnisse sind daher nicht nur spannend, sondern hoch relevant: für die Praxis, für Qualitätsentwicklung und auch für uns bei Unikum. Denn sie machen sichtbar, wo Kitaqualität heute entsteht und an welchen Stellen gezielte Unterstützung wirklich einen Unterschied machen kann. Was haben wir also herausgefunden?
Die meistgenannten Antworten: Was steht im Zentrum von Kitaqualität?
In unserer “Kitaqualitätswolke” fand sich eine Vielzahl an verschieden formulierten Antworten zusammen. Wir haben sie in fünf Themen gegliedert, die besonders häufig genannt wurden:
- Bildung
- Glückliche Kinder
- Partizipation
- Zeit
- Weiterentwicklung
Was für uns daraus hervorgeht ist, dass Kitaqualität nicht als eine Auflistung einzelner Maßnahmen im Kita-Alltag verstanden wird, sondern als eine Einstellung. Und zwar gegenüber dem Kind. Das merkten wir mitunter daran, dass es vielen Personen schwer fiel, sich lediglich auf einen Begriff zu beschränken und sie daher gleich mehrere nannten.
“Kitaqualität bedeutet für mich, den Blick aus Kindersicht zu haben und sie zu selbstbestimmten, eigenverantwortlichen, gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten zu erziehen.” – Prof. Dr. Armin Schneider
In unseren Dialogen lernten wir, dass Bildung von den Fachkräften dabei keinesfalls als ein isolierter Faktor gedacht wird, sondern als ein ganzheitlicher Prozess, der sich aus den vielen kleinen Momenten im Alltag zusammensetzt, in denen das Lernen ganz selbstverständlich passiert. Indem nah am Kind gearbeitet wird und sie im Fokus stehen.
Bildung zeigt sich dort, wo Kinder Fragen stellen dürfen, wo sie ausprobieren, scheitern, staunen und wachsen können. Und eng damit verbunden ist ein weiterer Begriff, der immer wieder genannt wurde: glückliche Kinder. Kinder, die sich sicher fühlen, gesehen werden und die Freude daran haben, ihre Welt zu entdecken, sind für viele der deutlichste Ausdruck von Qualität. Glück und Lernen werden nicht als Gegensätze verstanden, sondern gehen Hand in Hand, als ein fortlaufender Prozess.
Partizipation steht für die echte Mitbestimmung und das ernsthafte Einbeziehen der Kinder in ihren Alltag. Und immer wieder taucht ein entscheidender Faktor auf: Zeit. Zeit für Beobachtung, für Beziehung, für Austausch, für Reflexion und für Entwicklung. All das bildet die Grundlage, auf der Weiterentwicklung überhaupt möglich wird.
"Kitaqualität sind für mich viele motivierte Mitarbeitende, Kinder die Spaß haben, Eltern die glücklich sind und ein zufriedenes Team."
Wo entsteht Kitaqualität?
Neben diesen fünf meistgenannten Begriffen spiegelt sich in den vielen weiteren Antworten wider, wie vielschichtig Kitaqualität wirklich ist. Es geht dabei um gute Kommunikation und transparente Partnerschaften. Um enge Erziehungs- und Bildungspartnerschaften mit Eltern, um Empathie, Offenheit, Akzeptanz und Herz. Um gut ausgebildete, motivierte Fachkräfte, kompetente Führung, verlässliche Organisation und ein starkes Team. Um Vielfalt, Inklusion, ganzheitliches Arbeiten und darum, jedes Kind wirklich in den Blick zu nehmen. Die Zeit dafür zu finden.
All diese Stimmen machen deutlich: Kitaqualität entsteht dort, wo Beziehung, Professionalität und Struktur zusammenkommen. Und zwar als fortlaufender Entwicklungsprozess.
“Qualität in der Kita entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch die tägliche Freude am gemeinsamen Lernen und Wachsen.”
Ein weiterer Blick auf Dokumentation und Qualitätsfokus
Ergänzend zu den offenen Antworten haben wir auch gefragt, wie Qualität dokumentiert und gemessen wird und in welchen Bereichen besonders darauf geschaut wird. Viele Einrichtungen gaben an, sowohl mit Papier als auch mit digitalen Tools zu arbeiten. Andere nutzen ausschließlich analoge oder digitale Lösungen. Das zeigt, dass sich Kitas aktuell mitten in einem Übergang befinden. Noch auf der Suche nach Arbeitsweisen, die ihren pädagogischen Ansprüchen gerecht werden und sie gleichzeitig im Alltag entlasten.
Spannend ist auch, in welchen Bereichen Qualität wahrgenommen wird. Besonders häufig wurden Bildung und pädagogische Arbeit genannt, aber auch Teamarbeit, Kommunikation, Elternzusammenarbeit, Partizipation, Inklusion und der Kita-Alltag insgesamt. Die Ergebnisse zeigen, wie breit Kitaqualität tatsächlich gedacht wird und wie eng die einzelnen Bereiche miteinander verknüpft sind.
Was sich Fachkräfte, Leitungen und Träger wünschen
Über alle Antworten hinweg zeigt sich dabei ein gemeinsamer Wunsch: Rahmenbedingungen, die gute pädagogische Arbeit möglich machen, statt sie zu erschweren. Fachkräfte wünschen sich Entlastung im Alltag, mehr Zeit für Kinder und Raum für Reflexion. Kitaleitungen brauchen Übersicht, Verlässlichkeit und Werkzeuge, um Qualität sichtbar zu machen und weiterzuentwickeln. Träger benötigen Transparenz und eine fundierte Grundlage, um Einrichtungen begleiten zu können. Und immer wieder steht im Zentrum: Kinder sollen als Kinder gesehen werden – mit ihren eigenen Bedürfnissen im Hier und Jetzt.
Warum digitale Unterstützung wichtig ist
Genau hier setzt digitale Unterstützung sinnvoll an. Nicht, um die wichtige pädagogische Arbeit zu ersetzen. Die ist unersetzbar. Sondern um ihr Struktur zu geben, sie zu entlasten und weiterzuentwickeln. Wenn Beobachtungen systematisch festgehalten, Bildungs- und Entwicklungsprozesse nachvollziehbar dokumentiert, Teamreflexion unterstützt und Ziele aus Bildungsplänen übersichtlich sichtbar werden, entsteht Freiraum. Zeit für pädagogische Qualität und Zeit mit den Kindern.
Unikum setzt genau an diesen Punkten an. Als digitales Werkzeug unterstützt es Kitas dabei, Planung, Beobachtung und Dokumentation an einem Ort zu bündeln, Bildungspläne strukturiert umzusetzen, Entwicklungsprozesse einzelner Kinder nachvollziehbar zu begleiten und die Zusammenarbeit im Team sowie mit Eltern transparent zu gestalten. So wird Qualität nicht nur gefühlt, sondern sichtbar festgehalten: reflektierbar und gestaltbar. Und jederzeit für das ganze Team abrufbar
Mehr zu den verschiedenen Funktionen und Tools von Unikum hier.
“Kitaqualität ist für mich eine lehrreiche Zeit, in der alle Spaß hatten – Kind, Eltern und Erzieher.”
Kitaqualität weiterdenken
Die Umfrage zeigt: Kitaqualität lebt von Menschen, Haltung und Beziehung – und sie braucht Strukturen, die tragen. Digitale Lösungen können dabei helfen, genau diese Strukturen zu schaffen. Damit Zeit, Bildung, Partizipation, Weiterentwicklung und glückliche Kinder im Kita-Alltag den Raum bekommen, den sie brauchen. Denn am Ende geht es um Kinder. Um ihr Wohlbefinden, ihre Entwicklung und ihre Lebensqualität.
Wir von Unikum denken Kitaqualität weiter & unterstützen sie digital. Gemeinsam machen wir Kita-Qualität sichtbar – und gestalten die Zukunft aktiv mit.
Wie genau erfährst du hier.
"Kitaqualität bedeutet für mich, das Kind in den Mittelpunkt zu stellen und jede getroffene Entscheidung am Kind auszurichten und damit die Lernreise des individuellen Kindes in den Fokus zu stellen." – Jonas Ryberg